28. Januar 2013
Fachkräftemangel
Um mehr Fachkräfte für die Altenpflege zu gewinnen, hat das Bundeskabinett am 16.01.2013 einen Gesetzentwurf beschlossen, der die berufliche Aus- und Weiterbildung in der Altenpflege erleichtern und beschleunigen soll. Das Gesetz soll rechtzeitig vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Kraft treten.Verkürzung der Ausbildung bei entsprechenden Vorkenntnissen möglichLaut Bundesregierung sieht der Gesetzentwurf im Bereich der beruflichen Weiterbildung bei entsprechenden Vorkenntnissen (z.B. Pflegehelfer/-innen) die Möglichkeit zur Verkürzung der Altenpflegeausbildung auf zwei Jahre vor. Außerdem soll die Bundesagentur für Arbeit Umschulungen zur Altenpflegefachkraft wieder drei Jahre voll finanzieren, wenn eine Verkürzung der Ausbildung nicht möglich ist. Bei der Qualität der Ausbildung sollen aber keine Abstriche gemacht werden. Ziel der Regierung ist es, dass die Zahl der Auszubildenden im Pflegebereich bis 2015 um jährlich 10% steigt.Bis 2020 fehlen 220.000 PflegekräfteMit dem Gesetzentwurf setzt die Regierung einen Teil der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive um, in der sich Bund, Länder und Verbände im Dezember 2012 auf ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Fachkräftesicherung in der Altenpflege verständigt hatten. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V., Bernd Meurer, weist laut Pressemitteilung vom 18.01.2013 darauf hin, dass in der Altenpflege aktuell über 30.000 Arbeitsplätze für Fachkräfte direkt besetzt werden könnten, bis zum Jahr 2020 fehlten sogar 220.000 Pflegekräfte. Für die geplanten Maßnahmen der Regierung ergeben sich im Bundeshaushalt und in den Haushalten der kommunalen Träger laut Gesetzentwurf Gesamtausgaben von 135 Millionen Euro.