20. Mai 2008
Markenverletzungen
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An den EU-Außengrenzen wurden im vergangenen Jahr in 43.000 Fällen gefälschte Produkte sichergestellt. Damit ist die Zahl sichergestellter Produktfälschungen um 17% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Das geht aus den jüngsten Statistiken der EU-Kommission zur Produktfälschung hervor. Zigaretten und Kleidungsstücke wurden demnach in ebenso großen Mengen gefälscht wie für Verbraucher potenziell gefährliche Waren, darunter Arzneimittel, Haushaltsgeräte und Kosmetikartikel. Insbesondere bei Medikamenten gab es einen dramatischen Zuwachs um mehr als 50%. Fast 60% aller sichergestellten Waren kamen aus China. Hintergrund der erhöhten Zolltätigkeit ist eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Zoll und Industrie. Bei mehr als 10.000 Anträgen seitens der Industrie sind die Zollbehörden bei Verdacht auf Produktfälschungen tätig geworden. Damit war die Zusammenarbeit mit der Industrie 2007 besser als je zuvor (im Vergleich zu 7.000 in 2006). 2007 waren 80% aller Zolleinsätze durch solche Anträge begründet. Insgesamt hat sich die Anzahl der vom Zoll sichergestellten Artikel 2007 im Vergleich zum Vorjahr von 128 Millionen auf 78 Mill. Artikel verringert. Dies liegt daran, dass in zwei besonderen Bereichen, Zigaretten und CDs/DVDs, weniger Artikel sichergestellt wurden. In allen anderen Bereichen sind im Vergleich zu 2006 signifikante Zuwächse zu verzeichnen. China bleibt die Hauptquelle für gefälschte Produkte. Manche Produktkategorien kommen jedoch aus anderen Ländern, gefälschte Körperpflegeprodukte etwa aus Georgien und der Türkei und gefälschte Medikamente aus der Schweiz, Indien und den arabischen Emiraten. (Quelle: JURIS) |