08. Januar 2008
Preisabsprachen bei Apothekern
Das Bundeskartellamt (BKartA) hat im Dezember Geldbußen gegen acht Apotheker aus Hildesheim verhängt. Die Behörde wirft ihnen illegale Preisabsprachen für Medikamente vor.
Seit Anfang 2004 unterliegen nicht rezept-, aber apothekenpflichtige Arzneimittel nicht mehr der Preisbindung, so dass jeder Apotheker seine Preise frei bestimmen kann. Der Gesetzgeber wollte so einen Preiswettbewerb für diese Arzneimittel in Gang zu setzen.Um diesen zu dämpfen, hätten seit Ende 2006 unter Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht etwa 50 Apotheken aus dem Raum Hildesheim mit gemeinsamen Preisen für nicht rezeptpflichtige Arzneimittel geworben. Hintergrund war nach Angaben des Kartellamtes, dass eine so genannte Discount-Apotheke beabsichtigte, in Hildesheim eine Filiale zu errichten. Mit der gemeinsamen Aktion sollte das verhindert werden.
Die aktiv beteiligten Apotheker erhielten Bußgelder in Höhe von 25.000 Euro bzw. 15.000 Euro. Verfahren gegen weitere beteiligte Apotheker wurden wegen geringem Tatbeitrag eingestellt.