22. Januar 2010
Versicherer verklagt Bundesbank auf Einrichtung eines Girokontos
Talanx hält Einlagensicherungsfonds der privaten Banken für unzureichend
Nach Auffassung von Talanx ist der Einlagensicherungsfonds des privaten Bundesverbands deutscher Banken, über den Kundeneinlagen der privaten Banken in der Regel – zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung – abgesichert werden, «völlig unzureichend». Dies hätten einem Konzernsprecher zufolge Probleme des Fonds nach der Pleite der deutschen Tochter von Lehman Brothers während der Finanzkrise gezeigt. Der Einlagensicherungsfonds entschädigte Lehman-Kunden mit Hilfe einer Garantie des Rettungsfonds Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin).
Versicherer moniert «erheblichen Wettbewerbsnachteil» gegenüber Banken
Wie die FTD weiter schreibt, beklagt der Versicherer außerdem einen «erheblichen Wettbewerbsnachteil» der Versicherungsbranche gegenüber den Banken und verlangt deshalb gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle großen Finanzinstitute. Anders als Versicherer, Industrieunternehmen und Privatleute dürften Geschäftsbanken Konten bei der Bundesbank führen, erläutert die FTD. Daneben komme dieses Privileg nur Behörden, Sozialversicherungsträgern und Bundesbankmitarbeitern zu.